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Digitalisierung im Ackerbau

Welchen Nutzen kann die Digitalisierung Markfruchterzeugern bieten? Carl Christian Koehler, geschäftsführender Gesellschafter der der Siestedt Agrar GmbH, zeigt auf, wie er seinen Betrieb digialisiert. 

Bei der Siestedt Agrar GmbH hat digitale Technik bereits in breitem Umfang Einzug gehalten. Der sachsen-anhaltinische Betrieb bewirtschaftet 1.017 Hektar Ackerland und 170 Hektar Grünland. Die Instrumente reichen vom automatischen Fahren über die Ertragskartierung bis zur Nutzung von Satellitendaten und Pflanzensensoren für die teilflächenspezifische Bewirtschaftung. Damit die Digitalisierung im Betrieb ein Erfolg wird, erfordert es neben den technischen Voraussetzungen aber noch weitere Faktoren. Dazu zählen Mitarbeiter, die sich für das Thema interessieren und die Maschinen sorgfältig überwachen. Wo und wie viel Betriebsmittel ausgebracht werden, ist und bleibt die Aufgabe des Betriebsleiters.

Im Grunde stellt sich die Digitalisierung recht einfach dar. Die einzelnen Komponenten sind vorhanden und alles „spricht“ miteinander. Ist damit auch alles gut? So einfach ist es leider nicht.

Noch klemmt es an etlichen Stellen

Die Schlepper auf dem Betrieb sind zwar in der Lage, Aufträge abzuarbeiten, mit allen Einzelheiten aber nur in dem entsprechenden Format des Traktorenherstellers. Der Betrieb arbeitet mit mehreren Lohnunternehmern zusammen, die eigene Assistenzsysteme verwenden. Bei deren Einsatz treten wiederholt Probleme mit der Bedienung der Systeme bzw. der Übertragung von Daten auf. 

Da es keine Ackerschlagkartei für alles gibt, sind auf dem „zentralen“ Betriebs-Laptop über ein halbes Dutzend Programme installiert: von der Flur- und Pachtverwaltung bis zum NPK-Rechner. Diese Programme kommunizieren nur eingeschränkt bis gar nicht miteinander, was zu Fehlern führt. So werden bspw. falsche Daten ausgelesen.