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„Man muss nicht immer alles selber machen“

Interview mit Biolandbauer Andreas Engemann zum Thema "Vermarktung im Ökolandbau"

 

Digitalisierung im ländlichen Raum

Gastkommentar von Tim Brauckmüller zum Ausbau des Breitbandnetzes

Die digitale Revolution schreitet kontinuierlich voran. In der ersten Welle der Digitalisierung von der Mitte der 1980er Jahre bis zur Jahrtausendwende wurde die Basis für das Internet, wie wir es heute kennen, geschaffen und die Menschheit wagte ihre ersten Schritte in das digitale Zeitalter.

In der zweiten Welle wurde die Digitalisierung immer mehr zum integralen Bestandteil des Alltags der Menschen in Deutschland und der Welt – das Entstehen einer vernetzten digitalen Gesellschaft. Allgegenwärtiger mobiler und stationärer Zugriff auf Daten und Dienste und die Mitgestaltung des Netzes durch die Nutzer sind zentraler Aspekt dieser Entwicklungsphase.

Nunmehr befinden wir uns in der dritten Welle der Digitalisierung, die sich insbesondere dadurch auszeichnet, dass leistungsfähige Netze - selbständig und kontinuierlich - auch Kommunikation zwischen Gegenständen und Maschinen ermöglichen. Das Internet der Dinge und Maschine-zu-Maschine Kommunikation sind zentrale Schlagworte dieser neuen Epoche.

Ein hochleistungsfähiges Breitbandnetz ist die Basisinfrastruktur für diese dritte Entwicklungsstufe: Ein elementarer Standortfaktor, ohne den es keine erfolgreiche Digitalisierung geben wird. Die neuen Hochleistungsnetze sind im ländlichen Raum noch nicht flächendeckend ausgebaut – hier sind für 36,2 % der Haushalte Anschlüsse mit mindestens 50 Mbit/s verfügbar.

Gut zwei Drittel der Landwirte sind laut dem Konjunkturbarometer Agrar mit der gegenwärtig für ihren Betrieb verfügbaren Übertragungsgeschwindigkeit unzufrieden. Der privatwirtschaftliche Netzausbau ist nach wie vor im Gange. Aktuell ist im Breitbandausbau bundesweit eine hohe Dynamik erkennbar. Die von Bund und Ländern bereitgestellten Fördermittel werden zudem ihre Wirkung in den kommenden Jahren entfalten und der Digitalisierung des ländlichen Raums weiteren Vorschub leisten. Vor Ort müssen die Netze zügig gebaut und Kabel und Rohre effizient verlegt werden. Es gilt, die Infrastruktur schnellstmöglich und bestmöglich in die Fläche zu tragen.

Die Digitalisierung verschiedener Prozesse, etwa im Bereich der Energieversorgung, ist dabei im Blick zu behalten. Ansätze wie das „smarte Dorf“ vereinen bereits heute zukunftsfähige Konzepte für Mobilität, Nahversorgung, Gesundheit, Wirtschaft und das Miteinander in den Regionen. Im e-Commerce beispielsweise vernetzen sich Erzeuger, Händler und Verbraucher über digitale Vermarktungs- und Vermittlungsplattformen, wie www.bauer-sucht-koch.de . Die wachsende Nachfrage nach regional erzeugten Produkten wird über Kanäle wie diesen bedient. So kann Digitalisierung helfen, die regionale Wertschöpfung zu steigern.

In der Landwirtschaft betrifft diese Verknüpfung digitaler Technologien u. a. integrierte Sensoren für Tierpflege und Düngung, Drohnen zur Feldbegehung und automatisierte Steuerung der Betriebsabläufe, die im Konzept des „Smart Farming“ zusammenlaufen.

Eine Notwendigkeit für diese konvergenten digitalen Anwendungsfelder ist die flächendeckende Verfügbarkeit von mobilen Netzen. Mit 5G soll ein Mobilfunkstandard zur Verfügung stehen, der alle technischen Anforderungen vereint, eine umfassende Vernetzung und vielfältige Anwendungen ermöglicht. Deutschland strebt hier die Innovationsführerschaft an. Grundvoraussetzung für ein solches hochleistungsfähiges Mobilfunknetz ist ein Glasfasernetz, mit dem das erhebliche Datenaufkommen in Echtzeit transportiert werden kann.

Wir brauchen daher zukunftsfähige Infrastrukturen sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk, um Produktion und Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu halten und jungen Familien ein attraktives Umfeld zu bieten. Die digitalen Infrastrukturen werden in den nächsten Jahrzehnten die Entwicklungsperspektiven ganzer Regionen bestimmen, weswegen wir mit Weitsicht planen müssen. Die Qualität und Flächendeckung der Netze wird entscheidend sein, um hohe Lebensqualität im ländlichen Raum zu gewährleisten. Und wir müssen uns trauen, innovative Dienste zu entwickeln, auszuprobieren und in die Fläche zu bringen. Der ländliche Raum kann die enormen Potenziale der Digitalisierung heben, wenn er Räume zum Erproben regional zugeschnittener Lösungen und zum Experimentieren mit neuen Technologien bietet. 

Digitalisierung im ländlichen Raum

Gastkommentar von Tim Brauckmüller, Bundesbreitband Büro

Die digitale Revolution schreitet kontinuierlich voran. In der ersten Welle der Digitalisierung von der Mitte der 1980er Jahre bis zur Jahrtausendwende wurde die Basis für das Internet, wie wir es heute kennen, geschaffen und die Menschheit wagte ihre ersten Schritte in das digitale Zeitalter.

In der zweiten Welle wurde die Digitalisierung immer mehr zum integralen Bestandteil des Alltags der Menschen in Deutschland und der Welt – das Entstehen einer vernetzten digitalen Gesellschaft. Allgegenwärtiger mobiler und stationärer Zugriff auf Daten und Dienste und die Mitgestaltung des Netzes durch die Nutzer sind zentraler Aspekt dieser Entwicklungsphase.

Nunmehr befinden wir uns in der dritten Welle der Digitalisierung, die sich insbesondere dadurch auszeichnet, dass leistungsfähige Netze - selbständig und kontinuierlich - auch Kommunikation zwischen Gegenständen und Maschinen ermöglichen. Das Internet der Dinge und Maschine-zu-Maschine Kommunikation sind zentrale Schlagworte dieser neuen Epoche.

Ein hochleistungsfähiges Breitbandnetz ist die Basisinfrastruktur für diese dritte Entwicklungsstufe: Ein elementarer Standortfaktor, ohne den es keine erfolgreiche Digitalisierung geben wird. Die neuen Hochleistungsnetze sind im ländlichen Raum noch nicht flächendeckend ausgebaut – hier sind für 36,2 % der Haushalte Anschlüsse mit mindestens 50 Mbit/s verfügbar.

Gut zwei Drittel der Landwirte sind laut dem Konjunkturbarometer Agrar mit der gegenwärtig für ihren Betrieb verfügbaren Übertragungsgeschwindigkeit unzufrieden. Der privatwirtschaftliche Netzausbau ist nach wie vor im Gange. Aktuell ist im Breitbandausbau bundesweit eine hohe Dynamik erkennbar. Die von Bund und Ländern bereitgestellten Fördermittel werden zudem ihre Wirkung in den kommenden Jahren entfalten und der Digitalisierung des ländlichen Raums weiteren Vorschub leisten. Vor Ort müssen die Netze zügig gebaut und Kabel und Rohre effizient verlegt werden. Es gilt, die Infrastruktur schnellstmöglich und bestmöglich in die Fläche zu tragen.

Die Digitalisierung verschiedener Prozesse, etwa im Bereich der Energieversorgung, ist dabei im Blick zu behalten. Ansätze wie das „smarte Dorf“ vereinen bereits heute zukunftsfähige Konzepte für Mobilität, Nahversorgung, Gesundheit, Wirtschaft und das Miteinander in den Regionen. Im e-Commerce beispielsweise vernetzen sich Erzeuger, Händler und Verbraucher über digitale Vermarktungs- und Vermittlungsplattformen, wie www.bauer-sucht-koch.de . Die wachsende Nachfrage nach regional erzeugten Produkten wird über Kanäle wie diesen bedient. So kann Digitalisierung helfen, die regionale Wertschöpfung zu steigern.

In der Landwirtschaft betrifft diese Verknüpfung digitaler Technologien u. a. integrierte Sensoren für Tierpflege und Düngung, Drohnen zur Feldbegehung und automatisierte Steuerung der Betriebsabläufe, die im Konzept des „Smart Farming“ zusammenlaufen.

Eine Notwendigkeit für diese konvergenten digitalen Anwendungsfelder ist die flächendeckende Verfügbarkeit von mobilen Netzen. Mit 5G soll ein Mobilfunkstandard zur Verfügung stehen, der alle technischen Anforderungen vereint, eine umfassende Vernetzung und vielfältige Anwendungen ermöglicht. Deutschland strebt hier die Innovationsführerschaft an. Grundvoraussetzung für ein solches hochleistungsfähiges Mobilfunknetz ist ein Glasfasernetz, mit dem das erhebliche Datenaufkommen in Echtzeit transportiert werden kann.

Wir brauchen daher zukunftsfähige Infrastrukturen sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk, um Produktion und Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu halten und jungen Familien ein attraktives Umfeld zu bieten. Die digitalen Infrastrukturen werden in den nächsten Jahrzehnten die Entwicklungsperspektiven ganzer Regionen bestimmen, weswegen wir mit Weitsicht planen müssen. Die Qualität und Flächendeckung der Netze wird entscheidend sein, um hohe Lebensqualität im ländlichen Raum zu gewährleisten. Und wir müssen uns trauen, innovative Dienste zu entwickeln, auszuprobieren und in die Fläche zu bringen. Der ländliche Raum kann die enormen Potenziale der Digitalisierung heben, wenn er Räume zum Erproben regional zugeschnittener Lösungen und zum Experimentieren mit neuen Technologien bietet.