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DLG-Wintertagungs-Blog 2019

Landwirtschaft am Scheideweg

Wo steht die Landwirtschaft derzeit an einem Scheideweg? Welche Optionen haben Marktfruchterzeuger und Tierhalter, ihre Betriebe zu entwickeln? Wie kann man erfolgreich weitermachen, wann sind Um- oder Ausstieg der bessere Weg?

Hier lesen Sie Texte von den Referenten und Artikel zu den Themen der DLG-Wintertagung 2019.

Sie finden Beiträge zu den Themen:

Beiträge zum Plenum der DLG-Wintertagung

Landwirtschaft am Scheideweg

So denken DLG-Mitglieder über Weichenstellungen im Betrieb

Ergebnisse der DLG-Mitgliederbefragung

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Fortschritt im Wandel – Folgerungen für die Landwirtschaft

Beitrag von Dr. Christian Dürnberger

Im Jahr 1916 stellte der österreichische Dipl.-Agr. Leopold Stocker beim Landeskulturinspektorat der k.u.k. Stadthalterei Graz den Antrag auf Genehmigung einer Verlagsbuchhandlung: Er wollte eine Fachzeitschrift für Landwirte gründen. Aus der Verlagsgründung ging die Zeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“ hervor. 2014, also fast hundert Jahre nach der Gründung des Verlags, wurde die Zeitschrift umbenannt: Das „fortschrittliche“ verschwand aus dem Titel, es blieb nur „Der Landwirt“. Ist diese Umbenennung exemplarisch? Haben „Landwirtschaft“ und „Fortschritt“ immer weniger miteinander zu tun?

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Beiträge zum Thema "Ackerbau"

Wo steht die automatische mechanische Unkrautbekämpfung?

Beitrag von Beat Vinzent

Die nicht-chemische, physikalische Unkrautregulierung gewinnt derzeit rasant an Aktualität. Die Triebfedern für die mechanische Unkrautregulierung sind zahlreich und gelten gleichermaßen für konventionelle wie auch für ökologische Bewirtschaftungsverfahren. Neben dem technologischen Fortschritt, der eine immer präzisere Steuerung der Technik ermöglicht, spielen agronomische Gründe eine sehr wichtige Rolle für die Renaissance von Hacke und Striegel. So machen zunehmende Resistenzen gegen Herbizide, Rückstandsprobleme in der Umwelt und der zunehmende Kostendruck im Ackerbau den Einsatz von Hacke und Striegel interessanter. 

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„Wir hacken und striegeln fast jede Kultur“

Interview mit dem Bioland-Bauern Simon Bolten

"Weil wir viel Gemüse anbauen, müssen wir bei der Unkrautregulierung sämtliche Register ziehen. Wir hacken, striegeln, häufeln und setzen daneben auch noch Verfahren zur thermischen Unkrautregulierung ein, also das Abflammen.

Mit der mechanischen Unkrautregulierung kann einiges gewonnen und viel verloren werden ..."

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Wie wirtschaftlich sind neue Fruchtfolgen?

Beitrag von Prof. Dr. Reimer Mohr

Fruchtfolgen sind in der letzten Zeit wieder stärker in den Fokus gerückt. Vielfältige Veränderungen in den Rahmenbedingungen und auch Fruchtfolgeprobleme haben vielerorts ein Fragezeichen hinter die praktizierten Fruchtfolgen gesetzt und zu einer Suche nach alternativen Früchten bzw. Fruchtfolgen geführt.

Im Rahmen einer von der UFOP geförderten Studie wurde die Wirtschaftlichkeit ausgewählter Fruchtfolgen mit und ohne Raps auf Basis einer Vollkostenkalkulation für verschiedene, ackerbaulich in sich ähnliche Regionen in Deutschland geprüft.

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„Man muss weiter blicken, als der normale Blick des Betriebsleiters sonst ist“

Interview mit dem Marktfruchterzeuger Benedikt Sprenker zur Vermarktung neuer Fruchtarten

Der Grund für die Suche nach neuen Fruchtarten sind wirtschaftliche und ackerbauliche Überlegungen. Die herkömmlichen Marktfrüchte stehen unter einem Preisdruck und man sucht nach Alternativen bei Nischenkulturen, die unter Umständen pro Hektar etwas mehr abwerfen. 

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Marktfruchtbau: Öko verlangt den Meister

von Bio-Ackerbauberater Gustav Alvermann / Gastbeitrag DLG-Mitteilungen

Durch die zunehmenden pflanzenbaulichen Probleme interessieren sich immer mehr konventionelle Betriebsleiter für den ökologischen Landbau. Bei reinen Ackerbaubetrieben hängt der Erfolg dabei nicht nur vom Standort ab, sondern auch sehr stark von den regionalen Strukturen, zeigt Gustav Alvermann. 

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„Landwirte sollten ein intensives Benchmark nutzen“

Interview mit dem Marktfruchterzeuger Deert Rieve

Aus norddeutscher Sicht sehe ich drei Problemfelder: eine Ertragsreduktion durch die Stickstoffbegrenzung, Probleme angespannter Fruchtfolgen besonders auf nassen und tonreichen Standorten mit ihren Vergrasungsproblemen und die Folgen von Kampagnen durch NGOs. Letztere wirken sich unmittelbar aus in Form fehlender Zulassungen von Pflanzenschutzmitteln sowie des Weiteren durch unsachliche Anfeindungen durch die Bevölkerung und Bürokratie infolge eines veränderten Zeitgeistes.

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Neue Fruchtfolgen:

Ackerbaulich top, wirtschaftlich Flop?

Enge Fruchtfolgen verursachen zunehmend ackerbauliche Probleme durch steigenden Krankheitsdruck, die Zunahme resistenter Ungräser etc. Problemlöser sind auch erweiterte Fruchtfolgen. Die, auf den ersten Blick, geringere Wirtschaftlichkeit der alternativen Fruchtarten hemmt die raschere Umstellung der Anbauprogramme. Doch es lohnt sich, Fruchtfolgeerweiterungen exakt zu kalkulieren und Effekte auf Erträge, Arbeitserledigung etc. zu berücksichtigen.

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Zukunftsfähiger Ackerbau

Fangen Sie an, neue Früchte oder Methoden auszuprobieren

Betriebe mit weiter Fruchtfolge sind grundsätzlich gut aufgestellt, müssen aber ihre eventuell etwas eingefahrene Arbeitserledigung überdenken. Zeigen sich die Fruchtfolgen als zu eng, ist eine Erweiterung notwendig. Dabei geht es um die „Wiederentdeckung“ von Kulturen (Leguminosen) oder die Neueinführung von zum Beispiel Soja oder die Anbaudiversifizierung zwischen Winter- und Sommerungen. Darüber hinaus bietet der der Werkzeugkasten vieles, was auch genutzt werden muss. Die Stichworte lauten zum Beispiel Standortverbesserung, Sortenwahl, Verschiebung der Saatzeit, ausgewogene Düngung, Verbesserung der N-Effizienz und Precision Farming.

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Beiträge zum Thema "Tierhaltung"

Bio-Schweine: Eine absolute Nische

Interview mit C. Wucherpfennig, LWK NRW / Gastbeitrag DLG-Mitteilungen

Ist für Schweinehalter, die mit dem Rücken zur Wand stehen, der Biobetrieb eine Lösung?

Gibt der Markt das überhaupt her?

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Bio-Milch: Rechnet sich die Umstellung?

Gerhard Dorfner wägt Vor- und Nachteile ab / Gastbeitrag DLG-Mitteilungen

Während konventionell erzeugte Milch eine Berg- und Talfahrt der Preise durchlebt, ist der Ökomarkt relativ stabil.

Lohnt sich der Einstieg in die Biomilcherzeugung?

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Sicher ist - Die Entwicklung der Milchnachfrage ist derzeit schwer einzuschätzen.

Interview mit Milchviehhalter Eckhard Kümmerer

Wenn von Nachfrage die Rede ist, denke ich dabei immer an die Verbraucher. Sie bestimmen, was der Handel kauft und dieser wiederum bezieht seine Milch von den Molkereien. Wir Milchbauern überleben nur mit leistungsfähigen Molkereien. 

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Das Tier im Blick – digital und analog!

Digitalisierung kann vieles und verspricht einiges – aber vielleicht doch nicht alles?

Wenn es um Digitalisierung geht sind der Phantasie auch in der Nutztierhaltung (fast) keine Grenzen gesetzt. Füttern, Einstreuen, Entmisten, Melken – diese und viele weitere Prozesse sind bereits automatisiert und bedienen sich unterschiedlicher Sensoren im Stall, um möglichst exakt zu arbeiten. Doch lassen sich wirklich alle Prozesse im Stall automatisieren und digitalisieren? 

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"Wir Schweinehalter brauchen Planungssicherheit"

Interview mit dem Schweinehalter Thomas Asmussen

Wir Schweinehalter brauchen vor allem eines und das ist Planungssicherheit von zwei Seiten und zwar seitens der Politik und des Lebensmitteleinzelhandels. 

Ein ganz entscheidender Punkt ist die politische Planungssicherheit, wie wir zukünftig bauen dürfen. Wir brauchen von der Politik Entscheidungen, was die Haltungs- und Platzbedingungen sowie andere Themen rund um den Stall angeht. 

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Beiträge zum Thema "Wirtschaft"

Weitermachen oder aufhören - Sich ändernde „Spielregeln“ und deren wirtschaftliche Konsequenzen

Beitrag von Prof. Dr. Oliver Mußhoff

Die Agrarproduktion war in den zurückliegenden Jahren mit zahlreichen Veränderungen der Rahmenbedingungen konfrontiert. Die EU-Agrarpolitik wurde mehrfach reformiert und dabei von der Preisstützung zu Direktzahlungen und zur Bezahlung für gesellschaftlich erwünschte Leistungen weiterentwickelt.

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Flurbereinigung – wie bewerte ich das, und bin ich angemessen abgefunden?

Beitrag von Dr. Jan-Christoph Friedrichs von der BB Göttingen GmbH

Jeder von einer Flurbereinigung betroffene Grundeigentümer sollte sich mit den gemeinen und innerbetrieblichen Werten seiner Einlageflächen und den entsprechenden Werten seiner ihm angebotenen Abfindung rechtzeitig auseinandersetzen. 

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Krisenbewältigung - so arbeiten Unternehmer und Bank Hand in Hand

Interview mit Dr. Rüdiger Fuhrmann, Leiter Agrar-Banking NORD/LB

Wenn landwirtschaftliche Unternehmen in eine Krise geraten ist zwangsläufig auch immer ihre betreuende Bank involviert. Wie man dann mit solch einer Situation umgehen sollte, schildert Dr. Rüdiger Fuhrmann, Leiter Agrar-Banking NORD/LB und Vorsitzender der AG Banken und Versicherung der DLG.

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Sanierungsansätze bei landwirtschaftlichen Betrieben in der Krise

Beitrag von Andreas Lieke

Schwankende Preise für landwirtschaftliche Produkte mit ausgeprägten Niedrigpreisphasen, sowie aus staatlichen Regulierungen folgende Kostensteigerungen führen neben betriebsindividuellen Problemstellungen dazu, dass landwirtschaftliche Betriebe in existenzbedrohliche Krisen geraten.

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Beiträge zum Thema "Gesellschaft"

Was passiert wenn Ernährung zum Lifestyle wird...

Beitrag von Henrik Haase

Alle reden über’s Essen. Während alte Statussymbole wie das schnelle Auto gesellschaftlich in Frage gestellt werden, entwickeln sich handgebrautes Kreativbier, das besonders marmorierte Dry-Age-Steak, oder der selbst gemachte vegane Smoothie zu neuen Insignien, mit denen man sich gerne öffentlich zeigt – offline zu Tisch oder online im Bilderfluss auf Instagram.

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Mit der richtigen Strategie zu neuem Ansehen

Interview mit Prof. Dr. Matthias Michael

das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Landwirtschaft in der Gesellschaft sind, gelinde gesagt, verbesserungswürdig. Sie haben auf der DLG-Wintertagung ja einige heftige Vorwürfe an die Kommunikation der Agrarbranche formuliert: zum Beispiel, die deutsche Landwirtschaft hätte ihre Risikothemen nicht behandelt. Sie würde Fehlentwicklungen nicht eingestehen, sich stattdessen in ihrer Wagenburg verschanzen. Die Branche wisse nicht, wie sie mit schwarzen Schafen umgehen soll, und hätte versäumt, Lösungen zu entwickeln. Und: Sie würde keinen Dialog mit ihren Kritikern führen. 

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